Nein zu Darmkrebs

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Wie verbreitet ist Darmkrebs?

Darmkrebs ist in der Schweiz die dritthäufigste Krebserkrankung. Jährlich erhalten rund 4100 Menschen diese Diagnose.

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebstodesursache in der Schweiz. Jährlich sterben in unserem Land rund 1700 Menschen an Darmkrebs. Mit dem Alter steigt auch das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, deutlich an. So sind Darmkrebs-Betroffene zu mehr als 90% über 50 Jahre alt. Die Mehrheit der Darmkrebserkrankungen wird erst in einem späten Stadium diagnostiziert, da Abklärungen häufig erst stattfinden, wenn Symptome auftreten und die Erkrankung meist schon fortgeschritten ist. Früh entdeckt ist Darmkrebs meist heilbar.

Was sind Darmkrebssymptome?

Prävention und Früherkennung von Darmkrebs vermindert das Risiko einer Erkrankung und erhöht die Heilungschancen. Achten Sie deshalb auf Ihren Körper und lassen Sie sich rechtzeitig untersuchen.

Bis Beschwerden auftreten, können Jahre vergehen, da Polypen und Tumoren im Frühstadium selten bemerkt werden. Schätzungen zufolge benötigt ein gutartiger Polyp rund zehn Jahre bis er sich zu Krebs entwickelt hat. Mögliche Warnsymptome sind: 

  • Blut im Stuhl;

  • Stuhldrang, ohne Stuhl abzusetzen;

  • Veränderung der Stuhlgewohnheiten;

  • neu aufgetretene, anhaltende Bauchschmerzen;

  • unerklärlicher Gewichtsverlust.

Die Blutgefässe eines Tumors im Darm können schnell verletzt werden. Deshalb ist Blut im Stuhl eines der wichtigsten Anzeichen einer Darmkrebserkrankung.

Verengt der Tumor den Darm, können Veränderungen der früheren Stuhlgewohnheiten auftreten, so zum Beispiel:

  • Durchfall abwechselnd gefolgt von Verstopfung;

  • «Bleistiftstuhl», d.h. Stuhl mit sehr dünnem Durchmesser;

  • Häufiger Stuhldrang mit Absetzen von kleinen Portionen;

  • «Falscher Freund»: Mit einem «Darmwind» kommt unerwartet etwas Stuhl mit;

  • Starke Blähungen ohne erkennbare Auslöser;

  • Schmerzhafte Krämpfe vor und während des Stuhlgangs;

  • Schleimiger Stuhlgang.

Diese Beschwerden können auch eine andere Ursache als Krebs haben. Trotzdem sollten sie unbedingt von einer Ärztin oder einem Arzt abgeklärt werden.

Welche Funktion hat der Darm?

Über den Darm kann der menschliche Körper Nährstoffe aufnehmen. Das Organ erfüllt ausserdem lebenswichtige Funktionen bei der Verdauung und ist ein wichtiger Teil unseres Abwehrsystems.

Der Darm, bestehend aus dem Dünn- und Dickdarm, ist das grösste Organ im menschlichen Körper. Durch den Magen gelangt ein vorverdauter Nahrungsbrei in den zwischen drei und fünf Meter langen Dünndarm. Dabei werden dem Speisebrei verwertbare Stoffe wie Fette, Eiweisse oder Zucker entzogen und als Energielieferanten zu den Körperzellen transportiert. Auf seinem Weg gelangt der Nahrungsbrei weiter in den rund 1,5 Meter langen Dickdarm, in welchem sich rund 80 Prozent aller Abwehrzellen unseres Körpers befinden. Den unverdaulichen Resten des Speisebreis wird im Dickdarm laufend Wasser entzogen und unserem Blutkreislauf zugeführt. Was nicht verwertet werden kann, wird im Mastdarm gesammelt und als Stuhl ausgeschieden.

Wie entsteht Darmkrebs?

Darmkrebs entsteht meist aus gutartigen Wucherungen. Bis sich die bösartigen Tumoren bilden, vergehen in der Regel bis zu zehn Jahre.

Sogenannte Polypen, gutartige Wucherungen der Schleimhaut, sind meist der Ursprung von Darmkrebs. In der Darmschleimhaut werden innerhalb von vier bis acht Tagen hunderte Millionen von Zellen ersetzt. Diese Zellerneuerung ist sehr störanfällig. Kommt es dabei zu einer Überproduktion von Zellen, können daraus Polypen entstehen. Nicht jeder Polyp entwickelt sich zu Darmkrebs. Je grösser der Polyp aber ist, umso grösser ist auch das Krebsrisiko. Im Allgemeinen dauert es rund zehn Jahre, bis sich ein gutartiger Polyp zu einem bösartigen Tumor entwickelt hat. Ein bösartiger Tumor kann die Schichten der Darmwand durchbrechen und an anderen Stellen im Körper Ableger bilden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Darmkrebs sowie der Früherkennung und Prävention finden Sie hier.